Die Regeln
Erster Band
Er baut einen Speicher. Das Dorf reißt ihn nieder, bevor das Korn darin liegt.
Erscheint bald als E-Book und Taschenbuch.
Eine Trilogie von Andreas Amon
Die Regeln · Die Stadt · Das Land
Erster Band
Er baut einen Speicher. Das Dorf reißt ihn nieder, bevor das Korn darin liegt.
Erscheint bald als E-Book und Taschenbuch.
Zweiter Band
Was hilft, spricht sich herum. Die Legende ist schneller als der Mann, von dem sie erzählt.
Folgt.
Dritter Band
Ein Dorf, das auf keiner Seite des Buches steht. Und ein Winter, den jemand bezahlen muss.
Folgt.
Im Kern wächst alles, und niemand rechnet. Ein Vorrat gilt dort als Misstrauen gegen die Wiederkehr, und so tragen die Alten Tammos Speicher wieder ab, freundlich und mit guten Gründen. Zwei Tage später geht er fort. Es zieht ihn nach draußen, seit er denken kann, und er hat nie verstanden, warum.
In Kerd, wo jeder Handgriff in einem Buch steht, treibt neben Brix die tote Linde am Marktplatz noch einmal aus. Die Zunft will wissen, was das gekostet hat und wem es gehört. Dafür gibt es keine Spalte, und was keine Spalte hat, hat in ihrer Stadt keinen Ort. Sie geht nach innen, dorthin, wo er herkommt.
Sie treffen sich auf halbem Weg und streiten am ersten Abend über die alten Sagen, nach denen immer die anderen schuld sind. Dann finden sie am Rand der Welt ein sterbendes Dorf, das Wasser braucht, ein Dach und jemanden, der anschreibt. Einen Winter lang geht es gut. Dann kommt die Zunft und rechnet nach.
Ein runder Kontinent, ringsum das Salzmeer. In der Mitte, im Kern, wächst alles im Übermaß, und wer dort lebt, gibt, ohne zu zählen. Weiter draußen liegen die Städte, in denen jeder Handgriff in einem Buch steht und das Korn gewogen wird, das aus dem Kern kommt. An der Küste leben die, bei denen nichts wächst und die jeden Tag erlegen müssen, was sie essen.
Jeden zieht es zu den Seinen. Wer fortgeht, dem werden die Schritte schwer, und die meisten kehren um, bevor sie wissen, warum. Es gibt keine Zauberer und keine Auserwählten. Es gibt Wege, die man in Tagen misst, Preise, die man nachrechnen kann, und drei Völker, die einander nicht verstehen.
Andreas Amon, geboren 1988, wuchs in Rangersdorf im Mölltal auf, zwischen Bergen, an denen jeder Weg etwas kostet. Heute lebt er in Klagenfurt und arbeitet als Elektriker. Er schreibt, seit er lesen kann, und hat bis jetzt nichts davon aus der Hand gegeben.
In seiner freien Zeit spielt er Schach im Verein — dieselbe Geduld für Regeln, Rechnungen und den Zug nach dem übernächsten steckt in seinen Büchern. „Der Sog“ umfasst „Die Regeln“, „Die Stadt“ und „Das Land“.